Einsatzbericht 216 / 2020

Weitere Einheiten:

  • Feuerwehr Kelsterbach
  • GABC-Messgruppe Kreis GG
  • FaBe GABC Kreis GG
  • Brandschutzaufsicht Kreis GG
D 3 - Extern - Stoffaustritt IPH Frankfurt
Datum:
21.12.2020
Uhrzeit:
19:41 Uhr - 21:30 Uhr
Dauer:
01:49 Std.
Einsatzort:
Stadtgebiet Kelsterbach
Einsatzkräfte:
10 Einsatzkräfte (6 in Bereitschaft)
Fahrzeuge:

Sirenenalarm in Höchst und Unterliederbach inzwischen aufgehoben – Ein Mitarbeiter verletzt

Am Montag, 21. Dezember, ist um 18.56 Uhr in einem Betrieb der Nouryon Industrial Chemicals GmbH im Industriepark Höchst aus bisher ungeklärter Ursache Chlorwasserstoff ausgetreten. Betroffen waren aufgrund der vorherrschenden Windrichtung die Stadtteile Höchst und Unterliederbach.

Aufgrund einer möglichen Gesundheitsgefährdung wurde die Bevölkerung der betroffenen Stadtteile durch Sirenen gewarnt. Mit dem Sirenenton wurde die Bevölkerung aufgefordert, ein Gebäude aufzusuchen, Kinder ins Haus zu rufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten, Lüftungs- und Klimageräte abzuschalten und das Radio einzuschalten.

Innerhalb des Industrieparks Höchst wurde ebenfalls Sirenenalarm ausgelöst. Chlorwasserstoff ist ein gasförmiger Stoff, der beim Einatmen giftig ist. Er verursacht in höheren Konzentrationen Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. Bei den gemessenen Konzentrationen ist bei diesem Stoff gemäß der vom Umweltbundesamt empfohlenen Bewertungskriterien nicht mit Gesundheitsschäden zu rechnen.

Chlorwasserstoff ist in flüssiger Form als Salzsäure ein Vorprodukt für zahlreiche chemische Prozesse und wird aus diesem Grund in dem betroffenen Betrieb im Industriepark Höchst gehandhabt. Werkfeuerwehr und Berufsfeuerwehr waren im Einsatz. Der Austritt konnte gestoppt werden. Die Werkfeuerwehr hat den ausgetretenen Stoff mit einem Wasserschleier niedergeschlagen. Das angefallene Niederschlagswasser wird in einem Auffangbehälter zurückgehalten.

Außerhalb des Industrieparks Höchst wurden nach aktuellem Kenntnisstand keine Menschen durch die Folgen des Vorfalls verletzt. Ein Mitarbeiter erlitt Augenreizungen und wurde zur Untersuchung in das Arbeitsmedizinische Zentrum des Industrieparks Höchst gebracht.

Die zuständigen Behörden wurden umgehend informiert und waren vor Ort.

Quelle: © Infraserv GmbH & Co. Höchst KG

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