Am Nachmittag des 8. Oktober 2010 wurden die Einsatzkräfte
der Feuerwehr Nauheim um 15:58 Uhr zu einem brennenden Strohballen in der
Feldgemarkung neben der L3040 in Richtung Trebur alarmiert. Noch auf der
Anfahrt erhöhte der Fahrzeugführer des ersten Fahrzeugs aufgrund der starken
Rauchentwicklung das Einsatzstichwort von „Feuer klein“ auf die nächst höhere
Alarmstufe.
Vor Ort brannten bereits ca. 50 Rundballen, weitere 50
Ballen waren durch das Feuer bedroht. Zum Schutz der noch augenscheinlich intakten
Ballen, wurde eine Riegelstellung durch einen Trupp unter Atemschutz
vorgetragen. Parallel zum Aufbau einer Wasserversorgung von einem der
Feldbrunnen wurde zur Überbrückung und Sicherstellung der Löschwasserversorgung
ein Großtanklöschfahrzeug der Feuerwehr Groß-Gerau alarmiert.
Über die Leitstelle wurde die Polizei beauftragt einen der
ortsansässigen Landwirte mit einem Frontlader zu verständigen. Nach dessen
Eintreffen konnten die noch vollständig intakten Ballen in Sicherheit gebracht
werden. Da das Ablöschen der brennenden Ballen einen enormen Zeit und
Materialeinsatz bedeuten würde, entschied der Einsatzleiter die bereits
zerstörten Ballen kontrolliert abbrennen zu lassen.
Um den Abbrand des Brandguts zu beschleunigen kamen
zeitweise zwei Hochleistungslüfter zum Einsatz. Abschließend wurde die
Brandstelle mit einem Schaumteppich bedeckt, um ein Wiederaufflammen des Feuers
zu verhindern. Während der „heißen Phase“ des Einsatzes kamen zeitgleich vier
Trupps unter Atemschutz mit je einem C-Rohr zum Einsatz. Die Feuerwehr
Groß-Gerau konnte, nach Sicherstellung der Löschwasserversorgung, frühzeitig
wieder aus dem Einsatz entlassen werden.
Zur Sicherheit der Einsatzkräfte war das Deutsche Rote Kreuz
Nauheim mit 2 Fahrzeugen im Einsatz. Im Verlauf des Einsatzes verpflegten Sie
die Einsatzkräfte mit Getränken und Essen. Zur Ermittlung der Brandursache
waren ebenfalls mehrere Streifenwagen der Polizei Groß-Gerau vor Ort. Mit den
Nacharbeiten, die sich im Feuerwehrhaus anschlossen, konnte der Leitstelle nach
6 Stunden Einsatzende gemeldet werden.
Dokumente
Pressemeldung PP Südhessen