Mittwoch, 08.02.2012 - 04:21 Uhr
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Mai

Erstellt von Daniel Becker am 19. Mai 2010

Gefahrstoff-ABC Zug übt den Ernstfall in Mörfelden-Walldorf

Angenommener Gefahrgutunfall in Spedition - knapp 100 Kräfte im Einsatz

Dekonplatz

Am vergangenen Samstag den 15. Mai 2010 übte der Gefahrstoff-ABC Zug des Kreises Groß-Gerau bei einem angenommenen Gefahrgutunfall in einer Spedition in Mörfelden-Walldorf. Unterstützt wurde die Übung durch die örtlichen Einsatzkräfte aus der Doppelstadt. Nach dem Alarm eines Brandmelders, wurde die Feuerwehr Mörfelden gegen  13:00 Uhr in das Mörfelder Industriegebiet gerufen. Beim Eintreffen der ersten Kräfte, fanden diese einen brennenden Klein-LKW in einer Speditionshalle vor. Nach der ersten Rückmeldung wurde ebenfalls die Einsatzabteilung aus Walldorf an die Einsatzstelle entsandt.

Wie sich beim weiteren Vorgehen der Einsatzkräfte zeigte, hatte der LKW Gefahrgut geladen. Zwei Personen galten zu diesem Zeitpunkt noch als vermisst. Aufgrund der Lageänderung durch das aufgefundene Gefahrgut, wurde durch die Einsatzleitung die Alarmierung des Gefahrstoff-ABC Zugs veranlasst. Während die Einsatzkräfte aus Mörfelden-Walldorf versuchten das Leck am LKW zu schließen, bauten die Einsatzkräfte der Fachgruppen Gefahrstoff und Dekon ihre Technik auf dem Vorplatz der Halle auf. Die Messfahrzeuge der Fachgruppe Erkundung blieben in unmittelbarer Nähe zur Einsatzstelle in Bereitschaft.

Durch mehrere Trupps unter Vollschutz (CSA) konnte die Leckage am LKW gefunden und kurz darauf geschlossen werden. Die eingesetzten Kräfte wurden im Anschluss am Dekontaminationsplatz gereinigt. Parallel zu den Arbeiten an der Einsatzstelle führte die Besatzung des in Nauheim stationierten GABC-Erkundungskraftwagens Messungen mit Prüfröhrchen im direkten Umfeld der Einsatzstelle durch und stellte die genauen Wetterdaten an der Einsatzstelle fest.

Zwecks Auswertung wurde durch einen Trupp unter CSA eine Flüssigkeitsprobe des ausgetretenen Stoffes genommen und weitere Daten für eine Ausbreitungsberechnung an die GABC-Messzentrale übermittelt. Gegen 16:00 Uhr konnte die Übung, an der 92 Einsatzkräfte mit 26 Fahrzeugen teilnahmen, beendet werden.

Nach einer abschließenden Besprechung machten sich die Nauheimer Einsatzkräfte im Anschluss auf den Rückweg nach Nauheim.

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