Einsatzbericht 008 / 2018

Weitere Einheiten:

  • NEF Rüsselsheim 12/82-1
  • RTW Rüsselsheim 12/83-1
  • RTW Rüsselsheim 12/83-2
  • RTW Rüsselsheim 12/83-3
  • RTW Groß-Gerau 18/83-1
  • RTW Groß-Gerau 18/84-1
  • RTW Gustavsburg 13/83-1
  • Org. Leiter RD Kreis GG
  • Leitender Notarzt Kreis GG
  • Brandschutzaufsicht Kreis GG
  • DRK OV Nauheim
H GAS 1 - CO-Melder ausgelöst
Datum:
11.02.2018
Uhrzeit:
20:58 Uhr - 23:00 Uhr
Dauer:
02:02 Std.
Einsatzort:
Elbestraße
Einsatzkräfte:
32 Einsatzkräfte (9 in Bereitschaft)
Fahrzeuge:
Na 11ELW 1
Na 68GW-L2

Heute wurden wir um 20:58 Uhr in die Elbestraße gerufen. Vorausgegangen war ein Rettungsdiensteinsatz aufgrund eines unbekannten Schwindels in einem dortigen Mehrfamilienhaus. 

Als der Rettungsdienst vor Ort eintraf, schlugen die mitgeführten Kohlenmonoxidwarngeräte Alarm. Dies führte zur sofortigen Nachalarmierung der Feuerwehr und weiterer Rettungsdienstkräfte. Die beiden Mitarbeiter des Rettungsdienstes forderten alle Bewohner auf, unverzüglich das Gebäude zu verlassen und nahmen die Patientin mit nach draußen. 

Als der Einsatzleitwagen der Feuerwehr wenige Minuten nach Alarm vor Ort eintraf, hatten 12 Personen bereits das Gebäude verlassen. Diese wurden im Anschluss durch die nachgerückten Rettungsdienstkräfte und durch die Feuerwehrsanitäter gesichtet. Parallel hierzu wurde das Haus unter Atemschutz mit einem CO-Messgerät begangen. Im ersten Obergeschoß konnte eine deutliche Kohlenmonoxidkonzentration gemessen werden - vermutlich verursacht durch einen kleinen Holzkohlegrill, der noch nicht vollständig erloschen war. Der Grill wurde nach draußen verbracht und die Wohnung belüftet. Im Dachgeschoss wurde ebenfalls ein deutlich erhöhter CO-Wert festgestellt und von dort zwei weitere Personen durch den Angriffstrupp nach draußen verbracht. Im Erdgeschoss und im Keller konnte kein Kohlenmonoxid nachgewiesen werden. 

Insgesamt wurden 14 Personen vom Rettungsdienst und den anwesenden Notärzten untersucht und im Anschluß vier Personen zur weiteren Abklärung und Behandlung in ein Krankenhaus transportiert. Nachdem alle Bereiche des Wohnhauses belüftet worden waren und keine erhöhten Kohlenmonoxidwerte mehr nachgewiesen werden konnte, konnten die übrigen Betroffenen wieder zurück in ihre Wohnungen. 

Der Einsatz konnte nach Nachrüstarbeiten gegen 23:00 Uhr beendet werden.

In diesem Zusammenhang und in letzter Zeit leider immer wieder auftretender tragischer Vorfälle, warnen Feuerwehr und Polizei vor den Gefahren durch Kohlenmonoxid (CO):

Kohlenmonoxid birgt eine unsichtbare Gefahr und kann bereits nach wenigen Atemzügen tödlich sein! 

Anzeichen auf eine CO-Vergiftung können plötzlich auftretende Übelkeit, Kopfschmerzen, oder auch Schläfrigkeit und Schwindel sein; achten Sie auch darauf, ob diese Symptome ebenso plötzlich bei weiteren anwesenden Personen auftreten. Beim Verdacht des Auftretens von Kohlenmonoxid verlassen Sie sofort den betroffenen Raum. Öffnen Sie Fenster und Türen und belüften Sie die Räume. Warnen Sie andere Anwesende und Ihre Nachbarn. Alarmieren Sie umgehend den Rettungsdienst und Feuerwehr unter Notruf 112 !!

Zu Ihrer Sicherheit beachten Sie: 

  • Grillen Sie nie in geschlossenen Räumen
  • Beim Konsumieren von Shisha-Pfeifen oder ähnlichem Belüften Sie ständig die Räume
  • Kohlereste sind auch im kalten Zustand eine Gefahrenquelle und gehören nicht in geschlossene Räume
  • Achten Sie beim Betrieb von offenen Feuerstätten und Gasthermen auf ausreichende Belüftung und lassen Sie diese regelmäßig von Fachpersonal überprüfen

Die Bereitstellung des Bildmaterials erfolgt durch Einsatzreport Südhessen. Vielen Dank!

Einsatzbilder:

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